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Rauch und Schall Studio

Matrix Audio

Na super, noch ein Streaming-Hersteller aus China. Klingt erstmal nach einer von tausend Platinen im hübschen Alu-Gehäuse, "audiophil" draufgeschrieben, fertig. Genau diese Erwartungshaltung hatten wir auch, bis wir uns Matrix Audio mal genauer angeschaut haben. Und da wird schnell klar: Hier sitzt keine Fließband-Klitsche, sondern ein Team, das seit 2006 eigene Wege geht.

Gegründet wurde Matrix Audio von drei musikbegeisterten Freunden, die sich früh auf Streaming-Technologie spezialisiert haben, schon lange bevor Streaming im HiFi-Bereich zum Standard wurde. Und der entscheidende Punkt: Matrix Audio entwickelt nicht nur die Hardware selbst, sondern auch die komplette Software dahinter, also das hauseigene MA Player Betriebssystem und die MA Remote App. Kein eingekauftes Referenzdesign mit Fremdsoftware oben drauf, sondern eine Firma, die von den Bauteilen bis zur Bedienoberfläche alles selbst in der Hand hat. Das merkt man in den Details: dedizierte Femto-Clocks, galvanische Trennung per Glasfaser, eigene DSP-Abstimmung. Kein Marketing-Bling, sondern handfeste Technik, die dem Klang tatsächlich dient.

Matrix mini-i Pro 4

Der Einstieg ins Matrix-Universum

Der mini-i Pro 4 packt Streamer, DAC, Vorverstärker und einen richtig kräftigen Kopfhörerverstärker in ein einziges Desktop-Gehäuse - für alle, die keine Regalmeter voller Komponenten wollen, aber trotzdem nicht auf audiophile Ansprüche verzichten. Herzstück ist der aktuelle ESS ES9039Q2M D/A-Wandlerchip, gepaart mit einer vollsymmetrischen Verstärkerschaltung, die auch anspruchsvolle hochohmige Kopfhörer souverän antreibt - zwei Ausgänge stehen bereit, 6,35mm unsymmetrisch und 4,4mm symmetrisch. Über das große Touchdisplay und die MA Remote App hat man alles im Griff, und beim Streaming spielt der mini-i Pro 4 praktisch alles mit, was Rang und Namen hat: Roon Ready, AirPlay 2, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, dazu NAS - und USB-Wiedergabe. Ein richtig cleveres All-in-One-Paket für alle, die unkompliziert einsteigen wollen.

TT-1

Matrix Transport

Wer lieber mit dem eigenen DAC weiterspielt, für den ist der TT-1 gemacht. Ein reinrassiger Streaming Transport ganz ohne eingebaute Wandlung, optimiert einzig und allein auf einen möglichst sauberen digitalen Output. Mit Wi-Fi 6, zwei Femto-Clocks im Doppelpack und einem DC-Eingang, der später ein externes Netzteil-Upgrade erlaubt - dazu LAN-Port und zwei USB-Anschlüsse, über die sich sogar CDs direkt einlesen und auf einer intern verbauten NVMe-SSD ablegen lassen. Der ideale Einstieg für alle, die Streaming-Qualität ohne Kompromisse wollen, aber (noch) nicht das ganz große Besteck brauchen.

Der NT-1

Kompaktes Gerät - großer Wurf

Der neue NT-1 Streamingtransport ist mehr als gelungen und macht seit seiner Ankunft den Mitbewerb schon nervös. Sauber, akkurat, aber angenehm stressfrei und unheimlich stabil spielt der NT-1 universell gut auf und weiß D/A-Wandler auf so ziemlich alle Arten anzuspielen.

Die Wiedergabe, trotz eigener hochwertiger Femtoclock, lässt sich über den separaten Clockeingang noch perfekter ins System einbinden, der klassische schwere Ringkerntrafo tut hörbar gut, und der Hersteller hat etliche mechanische wie elektrische Beruhigungsmaßnahmen verbaut. Zum Beispiel getrennte Masseführungen für USB und das Gerät selbst, eigene Wicklungen am Trafo für einzelne Baugruppen und so weiter.

Dieser Feinschliff, verpackt im fingerfreundlichen Alugehäuse mit perfekten Fräsungen und Kanten, bringt ihn klanglich deutlich über seine Klasse hinaus, und wir freuen uns, hier so einen kompetenten Neuzugang verbuchen zu können. Dazu weiter keinerlei Schluckauf oder sonstige Software-Wehwehchen – alle Matrix-Geräte laufen bei uns in der Demo weiterhin erzstabil.

Der NT-1

Kompaktes Gerät - großer Wurf

Der passende DAC zum NT-1, ebenfalls aus der N-Series und konsequent auf eine einzige Aufgabe reduziert: sauber wandeln, sonst nichts. Statt vieler Zusatzfunktionen setzt Matrix hier auf AKMs Referenz-Chipsatz – ein AK4191EQ Delta-Sigma-Modulator kombiniert mit zwei AK4499EX Wandlerchips, die Kanal für Kanal getrennt arbeiten. Diese "1+2"-Architektur soll Kanaltrennung, Phasengleichheit und Jitter-Unterdrückung verbessern und bringt laut Hersteller über 127 dB Signal-Rausch-Abstand.

Ein Detail, das aufhorchen lässt: Über die Lundahl-Präzisionsübertrager in der Ausgangsstufe lässt sich zwischen einem wärmeren, analog angehauchten Klangbild und einer schärfer aufgelösten, präziseren Wiedergabe umschalten - zwei Charaktere in einem Gerät, ganz ohne DSP-Trickserei. Dazu eine eigens entwickelte Femtosekunden-Clock, ein vollständig linear aufgebautes Netzteil mit mehrwicklungs Ringkerntrafo, und ein spezieller Dämpfer aus fünf verschiedenen Materialien gegen Vibrationen (wir konnten uns trotzdem nicht verkneifen unsere geliebten ISO-Acoustics Pucks drunter zu packen).

SC-1

Perfektes Timing

Der letzte Schliff für alle, die es ganz genau wissen wollen. Am NT-1 angeschlossen, übernimmt die SC-1 die Taktung und schaltet die interne Clock des Transporters ab – konsequent zu Ende gedacht für alle, die ihr System bis ins letzte Detail durchoptimieren wollen.

SS-1Pro

Netzwerk-Switch

Der passende Netzwerk-Switch fürs audiophile Setup – mit demselben SFP-Glasfaseranschluss wie NT-1 und SC-1. Damit lässt sich die komplette Signalkette vom Router bis zum Transporter elektrisch sauber isolieren, egal ob euer Heimnetzwerk sonst nur klassisches Kupferkabel kennt. Wer schon mal gehört hat, wie viel ein sauberes Netzwerk-Signal wirklich ausmacht, weiß, warum sich dieser Baustein lohnt.