
PSI Audio aus der Schweiz
Schweizer Präzision ist bei Uhren ein Klischee - bei PSI Audio ist sie Firmenphilosophie. Die Geschichte beginnt 1975, als Alain Roux noch während seines Studiums an der EPFL in Lausanne seine ersten eigenen Lautsprecher baut. Daraus wird 1988 die Relec SA in Yverdon-les-Bains, die lange Studiomonitore für die legendäre Schweizer Marke Studer fertigt - bis Studer 2004 von Harman übernommen wird und die eigene Lautsprecherproduktion einstellt. Aus diesem Bruch heraus entsteht Roux' eigene Marke: PSI Audio.
Bis heute setzt PSI Audio konsequent auf vollständig analoge Signalwege in den Studiomonitoren - kein Nostalgie-Gag, sondern gezielt, um Impulse und Transienten so exakt wie möglich abzubilden. Genau dieses Ingenieurs-Denken steckt auch in einem ganz anderen Produkt der Schweizer: der AVAA-Serie, die sich nicht dem Lautsprecher widmet, sondern dem Raum selbst.
Das Problem:
Jeder Hörraum hat sogenannte Raummoden - stehende Wellen, die entstehen, weil sich Bassfrequenzen zwischen gegenüberliegenden Wänden, Boden und Decke überlagern. Das Resultat kennt fast jeder: An manchen Stellen im Raum dröhnt der Bass, an anderen fehlt er fast komplett, und tiefe Töne "hängen" spürbar länger in der Luft als der Rest der Musik. Genau dieses Nachklingen sorgt dafür, dass der Bass unpräzise und träge wirkt und leisere Details in den Mitten mit verdeckt.
Klassisch begegnet man dem mit passiven Bassfallen: große, dicke Schaumstoff- oder Plattenkonstruktionen, die im Raum viel Platz brauchen und oft nur für einen bestimmten, schmalen Frequenzbereich wirklich gut funktionieren. Um den kompletten Bassbereich abzudecken, braucht man normalerweise mehrere verschiedene, aufeinander abgestimmte Elemente, welche entsprechend aufwendig und raumgreifend sind.
Die raffinierte und einzigartige Lösung:
Der AVAA (Active Velocity Acoustic Absorber) verfolgt eine komplett andere Idee und die lässt sich, auch ohne Physikstudium, ganz gut erklären: Stellt euch vor, an genau der Stelle, an der sonst eine sperrige Bassfalle stehen müsste, öffnet sich stattdessen ein unsichtbares Loch in der Wand, durch das überschüssige Bassenergie einfach entweichen kann, statt in den Raum zurückgeworfen zu werden.
Technisch steckt dahinter ein eingebautes Mikrofon, das ständig den Schalldruck direkt vor dem Gerät misst. Eine aktiv angesteuerte Membran reagiert darauf in Echtzeit und schluckt genau die Energie, die sonst als Resonanz im Raum hängen bliebe. Wichtig zu wissen: Der AVAA hört dabei nicht eure Musik und ist auch nicht mit der Anlage verkabelt sondern er wird einfach aufgestellt und an die Steckdose angeschlossen, fertig. Kein Einmessen, kein Kalibrieren, keine Anlagen-Verkabelung.
Das Ergebnis ist ein strafferer, präziserer Bass und ein insgesamt klareres Klangbild, weil tiefe Töne nicht mehr die feineren Details in den Mitten überdecken. Nicht um sonst stehen in jedem unserer Hörräume mindestens zwei dieser Kameraden.
AVAA C20 - Der erste seiner Art
Der AVAA C20 ist die ursprüngliche, komplett analoge Version: kein DSP, keine Software, keine App - einmal aufgestellt, tut er stur und zuverlässig seinen Dienst. Genau das macht ihn zur ersten Wahl für alle, die ein Gerät wollen, das sie einrichten und danach nie wieder anfassen müssen, wie es viele professionelle Tonstudios bevorzugen.
- Wirkbereich: 15 - 150 Hz
- 100 % analoge Technik, keine Kalibrierung nötig
- Erhältlich in Schwarz und Weiß
- Von Hand gefertigt in der Schweiz

AVAA C214 - Individuell einstellbar
Der C214 arbeitet nach exakt demselben Grundprinzip wie der C20, ersetzt die analoge Regelung aber durch eine digitale Steuerung. Das macht ihn nicht wirksamer, sondern flexibler.
- Etwas breiterer Wirkbereich: 15-160 Hz
- Steuerung per App (iOS/Android): Empfindlichkeit lässt sich fein anpassen, mehrere Geräte lassen sich koppeln und gemeinsam schalten
- Schlankere, zylindrische Bauform statt der kompakten Box des C20
- Optional wand- oder deckenmontierbar
Der C214 eignet sich damit besonders für audiophile Hörer, die ihre Bassfalle gern ans persönliche Hörempfinden und an unterschiedliche Raumsituationen anpassen - zum Beispiel wenn sich Möblierung oder Lautsprecherposition mal ändert.
Am wirkungsvollsten steht der AVAA freistehend in den akustisch "steifsten" Raumecken, da dort die Raummoden am stärksten ausgeprägt sind. Im Idealfall sollte in der näheren Umgebung kein Mobiliar oder schallharte Fläche stehen, und die Position sollte die ersten Reflexionen zwischen Lautsprechern und Hörplatz möglichst wenig beeinflussen. Dazu beraten wir euch aber ohnehin gern individuell bei euch vor Ort oder im Studio.


